Mikropille

Die sogenannte Mikropille ist ein sehr niedrig dosiertes Kombinationspräparat aus Gestagen und Östrogen. Wegen der niedrigen Hormondosierung und der guten Verträglichkeit zählt sie heutzutage zu den am häufigsten verordneten Pillen. Im Gegensatz zu anderen Kombinationspillen zeichnet sich die sogenannte Mikropille durch einen sehr niedrigen Östrogengehalt aus.

Anwendung:

Die Mikropille wird über 21 Tage regelmäßig täglich eingenommen.

Vorteile:

Wenn eine Pille vergessen wurde, ist ein "Nachschlucken" innerhalb von 12 Stunden nach der vergessenen Einnahme noch möglich! Wegen der niedrigen Hormondosierung wird die Mikropille meist vollkommen problemlos vertragen, und Mädchen mit Menstruationsbeschwerden profitieren sogar häufig von der Mikropille. Zudem werden die neuen Mikropillen oftmals nicht nur wegen ihres sicheren Empfängnisschutzes eingenommen, sondern auch wegen ihres Beauty-Effekts: Spezielle Gestagene (z.B. CMA) vermindern nämlich die Talgproduktion, lindern dadurch Akne und schenken der Haut einen schönen, rosigen Teint. Diese Gestagene haben eine "antiandrogene" Wirkung. Androgene, die männlichen Geschlechtshormone, produziert auch der weibliche Körper. Wenn im Körper eines Mädchens allerdings ein Ungleichgewicht von männlichen Hormonen herrscht, dann können diese Androgene die Talgproduktion ankurbeln und so Auslöser für fettige Haut, Akne und fettiges, strähniges Haar sein.

Nachteile:

Da die Einnahme der Mikropille in den Hormonhaushalt der Frau eingreift, kann es zu Nebenwirkungen kommen, wie etwa vorübergehende Spannungsgefühle der Brüste oder Übelkeit. Die Mikropille kann aber auch zur Anfälligkeit für Scheideninfektionen beitragen und das Risiko für Thrombosen und Herz-Kreislauf-Störungen erhöhen. Über die möglichen Nebenwirkungen der Pille sollte man am besten mit dem Frauenarzt sprechen.

Fazit:

Wegen der niedrigen Dosierung und der guten Verträglichkeit gehört die sogenannte Mikropille heute zu den am meisten eingesetzten Pillen. Bestimmte Mikropillen können außerdem bei Haut- und Haarproblemen helfen.

 

Minipille

Im Gegensatz zu den Mikropillen enthält die Minipille nur ein Hormon, nämlich Gestagen. Sie gilt als nicht ganz so sicher wie "Kombinationspillen", die auch Östrogen enthalten.

Anwendung:

Die Minipille muss ununterbrochen über den ganzen Monat eingenommen werden – und zwar bei fast allen Minipillen täglich immer zur gleichen Stunde. Denn: Bereits bei einer Differenz von nur 3 Stunden gewähren die meisten Minipillen keinen sicheren Schutz mehr!

Vorteile:

Für Mädchen/Frauen geeignet, die kein Östrogen vertragen.

Nachteile:

Es kann zu unregelmäßiger oder ausfallender Periode kommen.

Fazit:

Unsicherheitsfaktor, weil die tägliche Einnahmezeit fast immer nur um maximal 3 Stunden überschritten werden darf.

Verhütungsquiz

www.sos-pille.de

SOS-Berater