Weiblicher Zyklus

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Jede erwachsene Frau kennt sich mit ihrem Zyklus aus. Sie weiß wie lange ihre Regel dauert, an welchen Tagen die Blutung stärker ist, ob sie Schmerzen hat oder nicht. Wer mehr Infos zum weiblichen Zyklus und dem Zusammenspiel der Hormone wissen möchte, findet sie hier.

Beginnend mit der ersten Regelblutung unterliegt der weibliche Körper einem Rhythmus, der sich von nun an circa alle vier Wochen wiederholt und der Vorbereitung einer Schwangerschaft dient. Dahinter steht ein fein abgestimmtes Zusammenspiel mehrerer Hormone aus der Hirnanhangsdrüse und den Eierstöcken.

Der erste Tag des Zyklus ist der erste Tag der Blutung. Das Gehirn und die Hirnanhangsdrüse schütten zwei Hormone aus. Das luteinisierende Hormon (LH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH) sorgen dafür, dass in einem festgelegten Ablauf in den Eierstöcken monatlich ein Follikel (Eibläschen) mit einem Ei heranreift. Der Follikel bildet das Hormon Östrogen und ruft das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut hervor. Etwa acht bis 14 Tage nach Einsetzen der Regelblutung löst sich die reife Eizelle aus dem Follikel. Dadurch kommt es zum Eisprung.

Das Ei wandert durch die Eileiter in die Gebärmutter. Im Eileiter können zwei Ereignisse eintreffen:

  1. Das Ei wird nicht befruchtet und der Östrogenspiegel sinkt ab. Dadurch wird die obere Schicht der Gebärmutterschleimhaut abgebaut und es kommt zur Regelblutung. Diese kann drei bis sieben Tage andauern – in diesem Zeitraum werden ungefähr 60 ml Blut und Schleimhaut "ausgespült". Gleichzeitig beginnt eine neue Eireifung.
  2. Nach dem Eisprung und der Freisetzung der Eizelle wird der Follikel zum Gelbkörper, der dann das Gelbkörperhormon Progesteron bildet. Progesteron hilft dabei, eine Schwangerschaft zu erhalten, wenn das Ei befruchtet ist.

Im Regelfall dauert der weibliche Zyklus 28 Tage. Viele Frauen haben jedoch einen kürzeren oder längeren Zyklus. Durch Stress, Krankheiten oder Zeitverschiebungen bei Urlaubsreisen kann es auch zu Verschiebungen der Blutung kommen. Daher sind die fruchtbaren Tage sehr schwer zu berechnen. Besonders wenn man bedenkt, dass nach dem Eisprung das Ei etwa 24 Stunden befruchtungsfähig ist, während Spermien bis zu fünf Tage im weiblichen Körper überleben können.

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